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dresden 27.7.2010

am Mi 28 Jul 2010 - 9:54
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Kitschbilderrausch und trostspendende Massenchöre

Von Tom Vörös

Am Dresdner Elbufer singen 10.000 Fans beim Abschiedskonzert des Pop-Trios a-ha eifrig mit.




a-ha-Frontmann Morten Harket. Foto: af-foto.de/Andreas Freitag

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Mit einem orchestralen Medley beginnt das Ende der a-ha-Ära: 10.000 Menschen finden sich am Sonntag am Dresdner Elbufer ein, um noch einmal der erfolgreichsten Synthie-Pop-Band aller Zeiten zu huldigen. Vereinzelt wehen Norwegen-Flaggen, als die riesige LED-Wand auf der Bühne ihre Arbeit aufnimmt. Die Show der musikalisch sanften Nordmänner wirkt von Beginn an durchgestylt. Dann laufen die Helden ein, die von sich behaupten, die 1990er-Jahre musikalisch übersprungen zu haben. Mit seiner Mini-Gitarre kündigt Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy an, dass der musikalische Schwerpunkt eher auf den Tasten von Magne Furuholmen liegt. Prompt wird man gefühlte 25 Jahre zurückkatapultiert, in die Glanzzeit der Discokugeln und synthetischen Klangmuster.

Morten Harket, wie seine Kollegen adrett im Jackett, lässt mit „Butterfly, butterfly“ die Schmetterlinge überdimensional über die Videowand gleiten. Bei „Foot of the mountain“ folgen Landschaften – viel Kitsch und Pathos im Hintergrund, bei a-ha stört so etwas kaum. Zwischendurch bedient Morten das E-Schlagwerk und kündigt mit „I’ll soon be gone now“ an, dass die Band wohl nie wieder in Dresden spielen wird – Ende Dezember soll gar für immer Schluss sein. Das Publikum wird indes noch einmal in voller Bandbreite mit den größten Hits der letzten 25 Jahre bedient: „Minor earth, major sky“, „Summer moved on“ und „Living daylights“. Die Moderation und Animation des Publikums übernimmt überraschenderweise Magne Furuholmen vom Keyboard aus, während Sänger Morten zeitweise gar von der Bühne verschwindet – vielleicht ein Symptom des bandinternen Zerwürfnisses? Man kann nur ahnen und sich von den teils genialen Songs berieseln lassen. Derweil klingt Morten Harkets Stimme einzigartig wie eh und je und verbreitet vor allem in den hohen Lagen seinen gewohnt unnachahmlichen, beinahe übernatürlichen Charme. Nichts zu hören von etwaiger Altersschwäche.

Im Zugabenblock werden noch mal leisere Töne per Xylofon angeschlagen und bei „High and low“ schält sich ein von Frauenstimmen dominierter Chor aus dem Publikum heraus. A-ha gehen von der Bühne und lassen die LED-Wand sprechen – mit Bildern aus den letzten 25 Jahren und den jungen Wilden des Synthie-Pop.

Nach rund zwei Stunden ist auch das lang ersehnte „Take on me“ verklungen. Morten kommt endlich mehr aus sich heraus, fordert Massengesänge und bedankt sich artig dafür. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine Band, deren Melodien für die Ewigkeit bestimmt sind.

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Sad Gruß Meik Crying or Very sad
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meik1
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Re: dresden 27.7.2010

am Mi 28 Jul 2010 - 9:57
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Zurück in die Glanzzeit der Diskokugeln



Ende im Synthiepop-Gelände: Die norwegische Popgruppe A-ha verabschiedet sich am Dresdner Elbufer von 10.000 Fans

Dresden. Mit einem orchestralen Medley der eigenen Songs beginnt das Ende einer Ära. 10.000 ehemalige Diskogänger finden sich am Sonntag am Dresdner Elbufer ein, um noch einmal der erfolgreichsten Synthie-Pop-Band aller Zeiten zu huldigen. Vereinzelt wehen Norwegen-Flaggen, als die riesige LED-Wand auf der Bühne ihre Arbeit aufnimmt. Die Show der musikalisch sanften Nordmänner wirkt von Beginn an durchgestylt.

Dann laufen die Helden ein, die von sich behaupten, die 1990er-Jahre musikalisch übersprungen zu haben. Mit seiner Mini-Gitarre kündigt Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy an, dass der musikalische Schwerpunkt eher auf den Tasten von Magne Furuholmen liegt. Prompt wird man gefühlte 25 Jahre zurückkatapultiert, in die Glanzzeit der Diskokugeln und synthetischen Klangmuster.

Morten Harket, wie seine Kollegen adrett im Jackett, lässt mit "Butterfly, butterfly" die Schmetterlinge überdimensional über die Videowand gleiten. "Foot of the mountain" lässt Landschaften erscheinen - viel Kitsch und Pathos im Hintergrund, bei A-ha stört so etwas kaum.

Zwischendurch bedient Morten das E-Schlagwerk und kündigt mit "I'll soon be gone now" schon mal an, dass die Band wohl nie wieder in Dresden spielen wird - Ende Dezember soll für immer Schluss sein. Das Publikum wird indes noch einmal in voller Bandbreite mit den größten Hits der letzten 25 Jahre bedient: "Minor earth, major sky", "Summer moved on" und "Living daylights". Die Moderation und Animation des Publikums übernimmt überraschenderweise Magne Furuholmen vom Keyboard aus, während Sänger Morten zeitweise gar von der Bühne verschwindet - vielleicht ein Symptom eines bandinternen Zerwürfnisses? Man kann nur ahnen und sich von den teils genialen Songs berieseln lassen. Derweil klingt Sänger und Bandleader Morten Harkets Stimme einzigartig wie eh und je und verbreitet vor allem in den hohen Lagen ihren gewohnt unnachahmlichen, beinahe übernatürlichen Charme. Nichts zu hören von etwaiger Altersschwäche.

Im Zugabenblock werden nochmal leisere Töne, per Xylofon, angeschlagen und bei "High and low" schält sich überwiegend ein Frauenchor aus dem Publikum. A-ha gehen von der Bühne und lassen die LED-Wand sprechen - mit Bildern aus den letzten 25 Jahren und den jungen Wilden des Synthiepop.

Nach circa zwei Stunden ist auch das lang ersehnte "Take on me" verklungen. Morten kommt endlich mehr aus sich heraus, fordert Massen-Gesänge und bedankt sich artig. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine Band, deren Melodien für die Ewigkeit bestimmt sind. (sz)


Von Tom Vörös Erschienen am 27.07.2010

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Sad Gruß Meik Crying or Very sad
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Globulli

Re: dresden 27.7.2010

am Mi 28 Jul 2010 - 17:44
danke für den bericht
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Re: dresden 27.7.2010

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